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Demenz beim Hund

Demenz beim Hund: Früher erkennen, gezielt begleiten

Demenz beim Hund ist längst keine Seltenheit mehr. Mit zunehmender Lebenserwartung unserer Haustiere gewinnt sie an Bedeutung. Nach aktuellen Studien ist etwa jeder dritte Hund mit 12 Jahren und sogar jeder zweite Hund mit 15 Jahren betroffen. Eine kürzlich veröffentlichte neue Leitlinie liefert erstmals eine fundierte Grundlage für Kleintierärzte und Tierhaltende, um die Erkrankung besser zu verstehen, frühzeitig zu erkennen und gezielt zu begleiten.

Verhaltensänderungen wie Desorientierung, Unruhe in der Nacht, nachlassende Stubenreinheit oder ein verändertes Sozialverhalten werden häufig als normale Alterserscheinungen abgetan. Tatsächlich können sie jedoch Ausdruck einer ernstzunehmenden Erkrankung sein: Die Demenz des Hundes, auch als kognitive Dysfunktion bezeichnet, ist eine fortschreitende Veränderung des Gehirns - vergleichbar mit der Alzheimer-Erkrankung beim Menschen. Die neue Leitlinie schafft hier Klarheit und hilft, krankhafte Veränderungen von normalem Altern zu unterscheiden.

Im Zentrum der Empfehlungen steht eine systematische Beurteilung typischer Verhaltensänderungen sowie eine Einteilung in drei Schweregrade. Ziel ist es, betroffene Hunde möglichst früh zu identifizieren und den Krankheitsverlauf gezielt zu begleiten.

Neben der klinischen Untersuchung und Analyse von Verhaltensänderungen können - je nach Fall - weiterführende Untersuchungen wie bildgebende Verfahren (z. B. MRT) oder die Analyse von Hirnwasser (Liquor) eingesetzt werden, um andere Ursachen auszuschließen und die Diagnose zu untermauern.

Wichtig ist dabei auch die klare Abgrenzung und Prüfung anderer Ursachen: Verhaltensänderungen können auch durch nachlassende Seh- oder Hörleistung, Zahnprobleme, Schmerzen (z. B. durch Arthrose) sowie weitere neurologische oder internistische Erkrankungen bedingt sein und müssen entsprechend abgeklärt und ggf. behandelt werden. Auch können mehrere Erkrankungen gleichzeitig auftreten.

Auch wenn die Demenzerkrankung nicht heilbar ist, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um betroffene Hunde zu unterstützen. Dazu zählen medikamentöse Ansätze, aber auch die Ernährung und Supplemente wie Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren, mittelkettige Fettsäuren oder geeignete Präparate zur Stressreduktion. Ebenso entscheidend sind kognitive Beschäftigung, feste Routinen und eine möglichst stabile, stressarme Umgebung.

Für Tierhalterinnen und Tierhalter bedeutet die Demenz ihres Tieres oft eine Umstellung im Alltag. Feste Tagesabläufe und viel Geduld helfen, den Hund zu unterstützen. Trotz der Veränderungen bleibt die emotionale Bindung bestehen - und spielt eine zentrale Rolle für das Wohlbefinden des Tieres.

Auch wenn sich die Demenzerkrankung letztlich nicht aufhalten lässt, können die frühzeitige Diagnose und ein angepasstes Management den Verlauf positiv beeinflussen und Symptome deutlich abmildern. Die kontinuierliche Forschung und die neuen Leitlinien unterstützen Tierärzte und Tierhaltende dabei.

Bundesverband für Tiergesundheit e.V.


Futterrechner für Hunde

Aktive Unterstützung der Heimtier-Gesundheit: Die neuen IVH-Futterrechner für Hund

Geschmäcker sind verschieden – nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei unseren Hunden. Geschmack ist aber nicht alles. Um gesund und vital zu bleiben, müssen die Vierbeiner vor allem bedarfsgerecht versorgt werden, also alle Nährstoffe genau in den richtigen Futtermengen erhalten, die sie benötigen. Hinweise zur richtigen Futtermenge findet man auf den Verpackungen des Futters. Möchte man aber mehrere Futtersorten füttern, wird es in der Regel kompliziert und es besteht das Risiko, dass der Hund mit Energie überversorgt wird. Dies kann langfristig zu Übergewicht führen, was zusätzlich die Lebensqualität senkt und außerdem das Risiko für weitere Erkrankungen begünstigt. In Deutschland sind etwa 50 Prozent der Hunde von Übergewicht betroffen. Deshalb stellt der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V. auf seiner Website ab sofort Futterrechner bereit, mit denen HundehalterInnen den Energiebedarf ihrer Tiere schätzen und die richtige Futtermenge ermitteln können, mit dem Ziel, dem Übergewicht vorzubeugen.

„Eine bedarfsgerechte Fütterung ist aktive Gesundheitsfürsorge“, betont IVH-Geschäftsführerin Dr. Katrin Langner. „Hunde und Katzen benötigen, so wie wir Menschen auch, eine bestimmte Menge an Nährstoffen wie Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Vitamine. Alleinfuttermittel sind so konzipiert, dass unsere Heimtiere ausgewogen versorgt werden. Hier ist die Futtermenge ein entscheidender Faktor. Zu viel aber auch zu wenig Futter kann sich negativ auf den Stoffwechsel und das Körpergewicht auswirken. Mit unserem neuen Service möchten wir Hunde- und KatzenhalterInnen dabei unterstützen, ihre Tiere bestmöglich zu versorgen – egal, von welcher Marke sie ihre Futtermittel beziehen.“

Die Futterrechner wurden von TierernährungsexpertInnen aus dem IVH-Mitgliederkreis entwickelt, basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und eignen sich insbesondere für gesunde Hunde und Katzen ab einem Jahr, die sich in einem optimalen Ernährungszustand befinden. Die Nutzung ist ganz einfach: Zur Ermittlung des Energiebedarfes geben HalterInnen das Gewicht und das Alter ihres Tieres ein, bei Hunden zusätzlich das Aktivitätslevel und bei Katzen die Haltungsform. Um die richtige Futtermenge zu ermitteln, können sie anschließend die Energiegehalte oder die Nährwerte von bis zu zwei Futtersorten eintragen. Einzigartig ist außerdem, dass auch ein Snack bzw. eine Snackkategorie bei der täglichen Futtermenge mit einbezogen werden kann.

Wer direkt loslegen möchte, findet die Futterrechner auf www.ivh-online.de. Einfach das Symbol „IVH-Futterrechner“ rechts auf der Startseite anklicken und die gewünschte Tierart auswählen. Unter „Heimtier-Infos“ gibt es auf der IVH-Internetseite zudem noch viele weitere Tipps zur richtigen Fütterung von Hund und Katze und zum gesunden Körpergewicht. IHV