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Demenz beim Hund

Demenz beim Hund: Früher erkennen, gezielt begleiten

Demenz beim Hund ist längst keine Seltenheit mehr. Mit zunehmender Lebenserwartung unserer Haustiere gewinnt sie an Bedeutung. Nach aktuellen Studien ist etwa jeder dritte Hund mit 12 Jahren und sogar jeder zweite Hund mit 15 Jahren betroffen. Eine kürzlich veröffentlichte neue Leitlinie liefert erstmals eine fundierte Grundlage für Kleintierärzte und Tierhaltende, um die Erkrankung besser zu verstehen, frühzeitig zu erkennen und gezielt zu begleiten.

Verhaltensänderungen wie Desorientierung, Unruhe in der Nacht, nachlassende Stubenreinheit oder ein verändertes Sozialverhalten werden häufig als normale Alterserscheinungen abgetan. Tatsächlich können sie jedoch Ausdruck einer ernstzunehmenden Erkrankung sein: Die Demenz des Hundes, auch als kognitive Dysfunktion bezeichnet, ist eine fortschreitende Veränderung des Gehirns - vergleichbar mit der Alzheimer-Erkrankung beim Menschen. Die neue Leitlinie schafft hier Klarheit und hilft, krankhafte Veränderungen von normalem Altern zu unterscheiden.

Im Zentrum der Empfehlungen steht eine systematische Beurteilung typischer Verhaltensänderungen sowie eine Einteilung in drei Schweregrade. Ziel ist es, betroffene Hunde möglichst früh zu identifizieren und den Krankheitsverlauf gezielt zu begleiten.

Neben der klinischen Untersuchung und Analyse von Verhaltensänderungen können - je nach Fall - weiterführende Untersuchungen wie bildgebende Verfahren (z. B. MRT) oder die Analyse von Hirnwasser (Liquor) eingesetzt werden, um andere Ursachen auszuschließen und die Diagnose zu untermauern.

Wichtig ist dabei auch die klare Abgrenzung und Prüfung anderer Ursachen: Verhaltensänderungen können auch durch nachlassende Seh- oder Hörleistung, Zahnprobleme, Schmerzen (z. B. durch Arthrose) sowie weitere neurologische oder internistische Erkrankungen bedingt sein und müssen entsprechend abgeklärt und ggf. behandelt werden. Auch können mehrere Erkrankungen gleichzeitig auftreten.

Auch wenn die Demenzerkrankung nicht heilbar ist, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um betroffene Hunde zu unterstützen. Dazu zählen medikamentöse Ansätze, aber auch die Ernährung und Supplemente wie Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren, mittelkettige Fettsäuren oder geeignete Präparate zur Stressreduktion. Ebenso entscheidend sind kognitive Beschäftigung, feste Routinen und eine möglichst stabile, stressarme Umgebung.

Für Tierhalterinnen und Tierhalter bedeutet die Demenz ihres Tieres oft eine Umstellung im Alltag. Feste Tagesabläufe und viel Geduld helfen, den Hund zu unterstützen. Trotz der Veränderungen bleibt die emotionale Bindung bestehen - und spielt eine zentrale Rolle für das Wohlbefinden des Tieres.

Auch wenn sich die Demenzerkrankung letztlich nicht aufhalten lässt, können die frühzeitige Diagnose und ein angepasstes Management den Verlauf positiv beeinflussen und Symptome deutlich abmildern. Die kontinuierliche Forschung und die neuen Leitlinien unterstützen Tierärzte und Tierhaltende dabei.

Bundesverband für Tiergesundheit e.V.


Zeckenschutz für den Hund

Achtung, Blutsauger! Zeckenschutz für Hund und Katze

Sie leben in Wald und Feld, mögen es meist warm und feucht – und breiten sich in Deutschland immer weiter aus: Zecken sind Tierhaltern ein Dorn im Auge und in den Sommermonaten besonders aktiv. Gleich mehrere Arten der Spinnentiere ernähren sich gern von Hunde- und Katzenblut und können dabei Krankheiten übertragen. Halter sollten deshalb vorsorgen und wissen, wie man im Fall des Falles Zecken sicher entfernt.

In Deutschland sind bei Hunden und Katzen vor allem der Gemeine Holzbock, die Auwaldzecke und die Braune Hundezecke aktiv. Während die ersten beiden in Wäldern, Wiesen und Gärten oder feuchten Gebieten wie Auenwäldern und Flussniederungen zu finden sind, lebt die Braune Hundezecke oft in Gebäuden. Sie stammt ursprünglich aus wärmeren Klimazonen und kam erst in den letzten Jahren nach Deutschland – etwa mit Heimtieren aus südlichen Ländern. Wie ihr Name schon sagt, befällt sie eher Hunde als Katzen.

„Wir beobachten eine zunehmende Verbreitung und Mobilität von Zecken“, sagt Tierärztin Susanne Arndt vom Kleintierzentrum Arndt in Karlsruhe-Durlach. „Die Winter sind wesentlich wärmer und die Temperaturen insgesamt milder. So können Zecken länger aktiv sein und in neue Gebiete vordringen. Damit steigt das Risiko, dass Hunde und Katzen mit ihnen in Kontakt kommen.“

Das ist deshalb gefährlich, weil Zecken während ihrer Blutmahlzeit verschiedene Krankheitserreger übertragen können. Am häufigsten infizieren sich Vierbeiner so mit Borreliose und Anaplasmose. Beides kann Fieber, Gelenkschmerzen, Nierenprobleme und Schwäche verursachen. Um Borreliose bei Hunden vorzubeugen, kann man die Tiere impfen lassen. Ob dies sinnvoll ist, hängt vom Lebensraum und der Aktivität des Tieres ab sowie vom individuellen Risiko. Deshalb sollten Tierhalter das im Einzelfall gemeinsam mit ihrem Tierarzt entscheiden. Auch Babesiose und Ehrlichiose können zu hohem Fieber führen sowie zu Symptomen wie Blutarmut oder Gewichtsverlust. Die meisten dieser Krankheiten treten öfter bei Hunden als bei Katzen auf.

Um ihre Tiere vor Zecken zu schützen, können Halter einiges tun. „Es gibt verschiedene Produkte wie Spot-Ons, Halsbänder und Sprays, die Zecken abwehren oder abtöten bevor diese in der Lage sind, Krankheitserreger mit ihrem Speichel zu übertragen“, so Arndt. „Aktuell ist ein neues Injektionspräparat auf den Markt gekommen, das über zwölf Monate vor Zecken schützen soll.“ Wichtig: Bevor sie Zeckenschutzmittel anwenden, sollten sich Tierhalter vergewissern, dass sich die Präparate für die jeweilige Tierart eignen. Einige Hundeprodukte etwa sind für Katzen giftig, denn sie können den oft enthaltenen Wirkstoff Permethrin nicht verarbeiten.

Halter haben grundsätzlich die Wahl sich zwischen natürlichen und chemischen Wirkstoffen zu entscheiden, um Zecken abzuwehren:

Ätherische Öle wie Lavendelöl schrecken Zecken ab. Aber Achtung: Manche ätherische Öle können auch dem Hund schaden. Daher unbedingt vorher informieren, welche geeignet sind! Kieselgur oder Diatomeenerde wird aus Algen gewonnen. Dieses Pulver beschädigt das Außenskelett der Zecken, wodurch sie austrocknen. Solche natürlichen Mittel bieten im Vergleich zu chemischen Alternativen allerdings einen geringeren Schutz und müssen häufiger aufgetragen werden. Chemische Produkte sind dagegen langanhaltend, können aber unter Umständen zu Nebenwirkungen wie Hautreizungen, Erbrechen oder Durchfall führen, seltener auch zu allergischen Reaktionen. Daher sind viele Produkte verschreibungspflichtig und nur über den Tierarzt oder in der Apotheke zu bekommen.

Typische chemische Präparate sind: Zeckenhalsbänder, die dauerhaft Wirkstoffe gegen Zecken abgeben, sowie Spot-on-Präparate, die direkt auf die Haut aufgetragen werden. Dabei gibt es genaue Anweisungen zu beachten. Zum Beispiel sollte der Hund die Stelle nicht ablecken können. Empfohlen wird daher in der Regel der Nackenbereich. Weiterhin gibt es Tabletten, die dafür sorgen, dass Zecken abgetötet werden, sobald sie sich festsaugen wollen.

Regelmäßige Kontrollen tragen ebenfalls zum Zeckenschutz bei. So sollten Hundehalter ihre Vierbeiner nach Spaziergängen und Ausflügen gründlich nach den Parasiten absuchen. Gleiches gilt für Halter von Freigänger-Katzen, wenn diese nach einem Streifzug durchs Revier wieder nach Hause kommen. Hat sich eine Zecke festgesaugt, ist schnelles Handeln gefragt. Die Zecke muss entfernt werden, damit keine Erreger übertragen werden. „Mit einer Zeckenzange oder einem speziellen Haken wird die Zecke so nah wie möglich an der Haut gegriffen“, erklärt Arndt. „Dann dreht oder zieht man langsam an der Zecke, bis sie entfernt ist. Wichtig ist, sie dabei nicht zu quetschen, da sonst erhöhte Mengen von Krankheitserregern freigesetzt werden können.“ Die Bissstelle können Tierhalter im Anschluss mit einem handelsüblichen Desinfektionsmittel behandeln und die Zecke sicher entsorgen, etwa in einem verschlossenen Gefäß. Man kann sie auch in Alkohol setzen oder mit Klebeband umwickeln. Einfach wegwerfen sollte man sie jedoch nicht, da sie noch leben könnte. Zeigen sich in den folgenden Tagen und Wochen Krankheitssymptome beim Hund oder Rötungen beziehungsweise Schwellungen an der Bissstelle, sollten Halter zur Sicherheit zum Tierarzt gehen.

Wird alles das beachtet, können Mensch und Tier den Sommer trotz der kleinen Blutsauger unbeschwert genießen. IVH

Steuertipps für Hundehalter

Steuertipps für Hundehalter

Für viele ist es ein Thema, das sie gerne vor sich herschieben: die Steuererklärung. Was viele nicht wissen: Auch die Ausgaben für privat gehaltene Hunde können unter bestimmten Umständen steuerlich geltend gemacht werden.

Bei der Steuererklärung macht es einen bedeutenden Unterschied, ob ich ein Tier privat halte oder es sich zum Beispiel um einen Dienst- oder Assistenzhund handelt. „Wenn das Tier beruflich eingesetzt wird, sind fast alle für die Haltung anfallenden Kosten steuerlich absetzbar. Bei Selbstständigen sind das Betriebskosten, bei Angestellten Werbungskosten“, erklärt Rechtsanwältin Sabina Büttner, Leiterin Steuern und Soziales beim Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen. „In der Privathaltung sind die Kosten für die Pflege, Ernährung oder Tierarztbesuche dagegen grundsätzlich erst mal nicht absetzbar. Es gibt aber trotzdem ein paar Ausnahmen.“

Bei diesen Ausnahmen handelt es sich vor allem um die sogenannten haushaltsnahen Dienstleistungen. Dazu zählen etwa Kosten für einen Hundetrainer, Groomer oder Tiersitter. „Entscheidend ist, dass die Person zu mir nach Hause kommt und dort ihre Dienstleistung erbringt. Dann kann ich 20 Prozent der Kosten und maximal 4.000 Euro im Jahr absetzen“, sagt die Expertin.

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat dazu 2017 geurteilt, dass auch ein Gassiservice als haushaltsnahe Dienstleistung zählt, wenn der Tiersitter den Hund an der Haustür abholt, das Grundstück verlässt und den Vierbeiner anschließend wieder zurückbringt. Der Besuch beim Tierarzt zählt dagegen nicht als haushaltsnahe Dienstleistung und kann entsprechend nicht abgesetzt werden.

„Wichtig sind außerdem Belege, um die Kosten in der Steuererklärung nachweisen zu können. Das heißt, dass der Dienstleister ein Gewerbe angemeldet haben muss und Rechnungen erstellt wurden, in denen Fahrt- und Arbeitskosten aufgeschlüsselt sind. Barzahlungen, auch in Verbindung mit einer Quittung, erkennt das Finanzamt in der Regel nicht an“, so Büttner.

Die Kosten für eine separate Hundehaftpflichtversicherung können theoretisch als Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung angegeben werden. „Der Freibetrag für Vorsorgeaufwendungen beträgt 1900 Euro für Arbeitnehmer, Beamte und Rentner sowie 2800 Euro für Freiberufler, Selbstständige und Rentner, die keinen Zuschuss zur Krankenversicherung erhalten“, fasst die Steuerexpertin zusammen. Diese Höchstbeträge sind in der Regel schon durch die Beiträge zu den weiteren privaten Versicherungen wie der eigenen Krankenversicherung oder Privathaftpflicht erreicht. Eine Ersparnis gibt es hier somit nur, wenn der Freibetrag noch nicht ausgeschöpft ist.

Die Anschaffungskosten und die Hundesteuer sind nicht von der Steuer absetzbar. Abseits der Steuererklärung kann es aber auch hier Ermäßigungen für Tierhalter geben. Das regeln die jeweiligen Kommunen in ihren Satzungen. „Befreit sind in der Regel Jagdhunde, Assistenzhunde, Rettungshunde und Hirtenhunde. Ermäßigungen gibt es meist für Polizeihunde, Therapiehunde und Tierheimhunde“, sagt Büttner. Empfänger von staatlichen Zuwendungen wie Arbeitslosengeld oder Bürgergeld können zudem eine Ermäßigung für die Hundesteuer beantragen.

Wird der Hund beruflich eingesetzt, sind fast alle Ausgaben für das Tier absetzbar. Eine Besonderheit gibt es aber bei Assistenz- und Behindertenbegleithunden, erklärt Büttner: „Die Anschaffungs- und Ausbildungskosten eines Assistenzhundes sind sehr hoch. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für einen Blindenführhund, allerdings häufig nicht die Kosten für andere Assistenzhunde. Wurde die Anschaffung eines Assistenzhundes vorab ärztlich verordnet, können sämtliche Ausgaben als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer abgesetzt werden. Liegt allerdings eine Behinderung vor, werden die Ausgaben für einen Assistenzhund häufig mit dem Behindertenpauschbetrag abgegolten.“

Wer sich allgemein oder in solchen Sonderfällen unsicher ist, ob und wie bei der eigenen Tierhaltung steuerliche Ersparnisse möglich sind, kann sich dazu auch an Lohnsteuerhilfevereine oder Steuerberater wenden. IVH


Initiative gewaltfreies Hundetraining

Search And Recovery Canine Network (SARCN) ist Mitglied und Unterstützer der Initiative für gewaltfreies Hundetraining.

Ziel der Initiative für gewaltfreies Hundetraining ist es, einem breiten Publikum Informationen für eine wissenschaftlich fundierte, ethische und einfühlsame Art des Zusammenlebens und Trainierens mit Hunden zur Verfügung zu stellen. Die Initiative für gewaltfreies Hundetraining ist ein gemeinsames Anliegen qualifizierter Fachpersonen, deren Methoden dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand entsprechen (bisher 954 Personen, Stand: 03.04.2026), zusammen mit internationalen Organisationen wie der Schweizerischen Tierärztlichen Gesellschaft für Verhaltensmedizin, The Pet Professional Guild, The Pet Dog Trainers of Europe, Stiftung für das Tier in Recht, um nur einige zu nennen.

Alter Steinbruch wird zum Trainingsgelände

Ehemaliger Steinbruch wird zum Trainingsgelände für Organisationen der Unglücks- und Katastrophenhilfe

Pressig (bu) Die Hartsteinwerk – Working Dog Foundation e.V. öffnet das rund 11-Hektar-Areal in Förtschendorf für Feuerwehren, THW, Bergwacht und Rettungshundestaffeln – kostenfrei

Bagger und Muldenkipper standen hier einst im Dauereinsatz. Heute durchsuchen Rettungshunde die Abraumhalden, üben Feuerwehrkräfte den Ernstfall bei Waldbrandgefahren und Katastrophenschutzeinheiten proben den koordinierten Einsatz. Der ehemalige Steinbruch, das Hartsteinwerk in Förtschendorf im Landkreis Kronach, hat eine neue, gemeinnützige Bestimmung gefunden – und könnte für Hilfsorganisationen der Region zu einem unverzichtbaren Trainingspartner werden.

Als die Hartsteinwerk – Working Dog Foundation e.V. das rund 110.000 Quadratmeter große Gelände im Jahr 2022 erwarb, war die Vision klar: Ein authentisches, naturbelassenes Übungsareal für Such-, Rettungs- und Katastrophenschutzorganisationen – kostenlos nutzbar, überregional verfügbar, einzigartig in seiner Art. Heute ist die sogenannte „Working Dog Area“ Realität. Und sie dürfte ihresgleichen suchen.

Wer das Gelände zum ersten Mal betritt, ist von seiner Weitläufigkeit überwältigt. Abraumberge, Schutzwälle, Felsbereiche, aufgelassene Werkstattgebäude, Wald und Magerwiesen – die Topografie des ehemaligen Hartsteinwerks bietet eine Vielfalt, die kein künstlich angelegtes Übungsareal replizieren könnte. Genau das macht das Gelände so wertvoll für die Einsatzausbildung.

"Kein aufgebautes Kulissengelände, sondern ein authentisches Areal im Wandel" – so beschreibt die Foundation ihren Trainingsstandort. Tatsächlich verändert sich das Gelände von Saison zu Saison durch natürlichen Bewuchs und Erosion. Was für Laien wie ein Nachteil klingen mag, ist für Ausbilder ein entscheidender Vorteil: Einmal geübte Szenarien lassen sich nicht einprägen – die Vierbeiner und ihre Hundeführer müssen bei jedem Einsatz neu denken.

Wer bei dem Namen „Working Dog Area“ ausschließlich an Hundetraining denkt, unterschätzt das Potenzial des Standortes erheblich. Die Foundation macht deutlich: Das Gelände steht allen Einsatzkräften offen – unabhängig davon, ob Vierbeiner mit im Spiel sind oder nicht. Die Feurwehren nutzen das Gelände zur Übung in Bezug auf eine mögliche Waldbrandbekämpfung in der Region. Das Technische Hilfswerk kann auf dem variablen Geländeuntergrund Bergungsszenarien erproben und Fahrzeuge sowie Spezialgerät unter authentischen Bedingungen einsetzen. Bergwacht-Einheiten finden auf den Böschungen und Abraumhalden geeignete Bedingungen für Tragesystem-Übungen und Geländeorientierung. Und für komplexe Stabslagen bietet das weitläufige, abgesperrte Areal die seltene Möglichkeit, interorganisationale Zusammenarbeit ohne Rücksicht auf den Straßenverkehr oder öffentliche Zuschauer zu trainieren.

Regelmäßig üben hier Rettungshundestaffeln aus dem In- und Ausland. Die Bandbreite ist groß: Flächenhunde, spezialisiert auf die Suche nach vermissten Personen in unwegsamen Gelände, Tümmersuchhunde, ausgebildet zum Aufspüren verschütteter Personen und Mantrailer, die anhand des Individualgeruchs einer Person deren Spur aufnehmen. Auch spezialisierte Teams im Bereich „Search And Recovery“ – Hundestaffeln, die auf die Suche nach menschlichen Überresten trainiert sind – nutzen das Areal für ihre anspruchsvolle Ausbildungsarbeit.

Das Besondere: Die natürliche Veränderung des Geländes verhindert, dass Hunde einmal gefundene Verstecke auswendig lernen. Jedes Training bleibt eine echte Herausforderung – für Tier und Mensch gleichermaßen.

Was das Angebot besonders attraktiv macht: Die Nutzung ist für Partnerorganisationen vollständig kostenfrei. Die Hartsteinwerk – Working Dog Foundation e.V. versteht sich als gemeinnützige Institution, deren Ziel die Förderung des Unglückshilfe ist – nicht die Erwirtschaftung von Gebühren. Termine werden individuell abgestimmt, langfristige Kooperationsvereinbarungen sind möglich, und interorganisationale Gemeinschaftsübungen mehrerer Einheiten gleichzeitig sind ausdrücklich erwünscht.

Die geografische Lage des Geländes im Landkreis Kronach macht es für Einheiten aus ganz Nordbayern und dem angrenzenden Thüringen gut erreichbar. Dass das Gelände bereits von nationalen und internationalen Staffeln regelmäßig genutzt wird, unterstreicht seinen Ruf als erstklassiger Trainingsstandort.

Organisationen, die das Gelände besichtigen oder eine Nutzung vereinbaren möchten, können sich direkt an die Hartsteinwerk – Working Dog Foundation e.V. wenden. Weitere Informationen finden sich unter www.working-dog-foundation.de.


Kurze Nase - wenig Luft!

Kurze Nase - wenig Luft: Qualzucht bei kurzschnäuzigen Hunden bleibt ein Tierschutzproblem

Möpse, Französische Bulldoggen oder Perserkatzen erfreuen sich großer Beliebtheit - ihr rundes Gesicht und die kurze Schnauze gelten als besonders "niedlich". Doch hinter diesen äußeren Merkmalen verbirgt sich ein ernsthaftes Gesundheitsproblem: die stark ausgeprägte sogenannte Kurzköpfigkeit oder Brachyzephalie. Dabei handelt es sich um eine extreme Verkürzung des Schädels, die mit erheblichen gesundheitlichen Folgen einhergeht und die Lebensqualität der Tiere deutlich beeinträchtigen kann.

Betroffene Hunde leiden häufig unter verengten Atemwegen, erschwerter Atmung und eingeschränkter Belastbarkeit. Typische Anzeichen sind lautes Atmen, Schnarchen, schnelle Erschöpfung oder sogar Atemnot in Ruhe. Dennoch werden diese Symptome oftmals als "rassetypisch" wahrgenommen und nicht als Erkrankung erkannt.

Neben Atemproblemen kommt es häufig zu weiteren Problemen, etwa durch Überhitzung, da betroffene Tiere ihre Körpertemperatur schlechter regulieren können. Zusätzlich treten Hautprobleme, Zahnfehlstellungen, Augen- und neurologische Erkrankungen bis hin zu epileptischen Anfällen sowie weitere gesundheitliche Einschränkungen auf. In schweren Fällen kann die Lebenserwartung deutlich verkürzt sein.

Auch Katzen mit extrem kurzer Schnauze, wie Perser oder Exotic Shorthair, sind betroffen. Sie zeigen neben Atemproblemen häufig chronischen Tränenfluss, Augenentzündungen und Hautprobleme im Gesichtsbereich. Die Symptome sind oft weniger offensichtlich als beim Hund, werden jedoch ebenfalls häufig unterschätzt.

Medikamentöse und chirurgische Behandlungen können die Beschwerden teilweise lindern, die zugrunde liegenden zuchtbedingten Probleme jedoch nicht beseitigen. Viele betroffene Tiere benötigen wiederholte Behandlungen oder Operationen. Diese sind mit Risiken und Belastungen für das Tier und teils erheblichen Kosten verbunden. Dennoch erreichen nicht alle Tiere ein beschwerdefreies Leben und bleiben dauerhaft gesundheitlich eingeschränkt.

Neben der Kurzköpfigkeit gibt es außerdem andere genetisch verankerte Merkmale, die zu gesundheitlichen Einschränkungen führen und daher als Qualzucht eingestuft werden. Dazu zählen beispielsweise übermäßige Hautfalten, Haarlosigkeit oder extreme Körperproportionen. Auch bestimmte Fellfarben wie der Merle-Faktor können mit gesundheitlichen Problemen verknüpft sein.

Aus Sicht der Tiergesundheit ist daher klar: Extreme körperliche Merkmale, die zu chronischen Leiden führen, sind tierschutzrelevant und widersprechen dem Grundgedanken einer verantwortungsvollen Tierhaltung.

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Initiativen gestartet, um auf Qualzucht aufmerksam zu machen. Informationskampagnen, Aufklärungsangebote und Datenbanken zu Qualzuchtmerkmalen tragen dazu bei, Wissen zu bündeln und Tierhalter und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Ziel ist ein besseres Bewusstsein für die Auswirkungen extremer Kopf- und Körperformen sowie weiterer kritischer Merkmale und die langfristige Förderung tiergerechter Zuchtpraktiken. Zum Teil haben Zuchtverbände bereits ihre Zuchtziele angepasst, Anpaarungen von Merkmalsträgern (z.B. für bestimmte Farbgene) werden von seriösen Züchtern ausgeschlossen. Auch gibt es Bemühungen über den Zuchtausschluss von Tieren mit besonders ausgeprägten Merkmalen, schrittweise das Rassebild zu verbessern.

Eine nachhaltige Verbesserung kann nur erreicht werden, wenn gesundheitliche Aspekte bei allen Beteiligten stärker in den Fokus rücken. Tierhalterinnen und Tierhalter haben einen entscheidenden Einfluss. Vor der Anschaffung eines Tieres sollte eine umfassende Information über rassetypische Gesundheitsrisiken erfolgen. Die Wahl verantwortungsvoller Zuchtlinien und die Orientierung an gesunden, funktionalen Merkmalen können dazu beitragen, Qualzucht langfristig zu reduzieren.

Die Verringerung der Nachfrage nach Tieren mit zuchtbedingten Gesundheitsproblemen ist ein entscheidender Faktor, das Angebot solcher Tiere langfristig zu senken. Hierzu gehören neben der Aufklärung auch eine zurückhaltende Darstellung der Tiere bestimmter Rassen in Werbung und sozialen Medien. (ots)

Quellenangebe für Bild & Text: Bundesverband für Tiergesundheit e.V.


IRO Mantrailing-Course

Last chance to join our Mantrailing Course in Germany!

Places are still available for three days of intensive training in Bad Wörishofen from 17–19 July 2026.

Whether you are new to mantrailing or looking to develop your skills further, this course offers tailored training for beginner and advanced handler–dog teams alike.

Beginner teams will work on the fundamentals of mantrailing, including trail starts, short trails, turns, and simple intersections. Advanced teams will receive training adapted to their individual level and training goals.

We need a few more teams to join us to make the course possible. Once the minimum number of participants has been reached, the course will go ahead, providing an excellent opportunity for intensive, hands-on training in a supportive learning environment.

📍 Bad Wörishofen, Germany 📆 17–19 July 2026 📧 Register by 5 July at ausbildung@iro-dogs.org

We would love to see you and your dog there!


Futterrechner für Hunde

Aktive Unterstützung der Heimtier-Gesundheit: Die neuen IVH-Futterrechner für Hund

Geschmäcker sind verschieden – nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei unseren Hunden. Geschmack ist aber nicht alles. Um gesund und vital zu bleiben, müssen die Vierbeiner vor allem bedarfsgerecht versorgt werden, also alle Nährstoffe genau in den richtigen Futtermengen erhalten, die sie benötigen. Hinweise zur richtigen Futtermenge findet man auf den Verpackungen des Futters. Möchte man aber mehrere Futtersorten füttern, wird es in der Regel kompliziert und es besteht das Risiko, dass der Hund mit Energie überversorgt wird. Dies kann langfristig zu Übergewicht führen, was zusätzlich die Lebensqualität senkt und außerdem das Risiko für weitere Erkrankungen begünstigt. In Deutschland sind etwa 50 Prozent der Hunde von Übergewicht betroffen. Deshalb stellt der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V. auf seiner Website ab sofort Futterrechner bereit, mit denen HundehalterInnen den Energiebedarf ihrer Tiere schätzen und die richtige Futtermenge ermitteln können, mit dem Ziel, dem Übergewicht vorzubeugen.

„Eine bedarfsgerechte Fütterung ist aktive Gesundheitsfürsorge“, betont IVH-Geschäftsführerin Dr. Katrin Langner. „Hunde und Katzen benötigen, so wie wir Menschen auch, eine bestimmte Menge an Nährstoffen wie Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Vitamine. Alleinfuttermittel sind so konzipiert, dass unsere Heimtiere ausgewogen versorgt werden. Hier ist die Futtermenge ein entscheidender Faktor. Zu viel aber auch zu wenig Futter kann sich negativ auf den Stoffwechsel und das Körpergewicht auswirken. Mit unserem neuen Service möchten wir Hunde- und KatzenhalterInnen dabei unterstützen, ihre Tiere bestmöglich zu versorgen – egal, von welcher Marke sie ihre Futtermittel beziehen.“

Die Futterrechner wurden von TierernährungsexpertInnen aus dem IVH-Mitgliederkreis entwickelt, basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und eignen sich insbesondere für gesunde Hunde und Katzen ab einem Jahr, die sich in einem optimalen Ernährungszustand befinden. Die Nutzung ist ganz einfach: Zur Ermittlung des Energiebedarfes geben HalterInnen das Gewicht und das Alter ihres Tieres ein, bei Hunden zusätzlich das Aktivitätslevel und bei Katzen die Haltungsform. Um die richtige Futtermenge zu ermitteln, können sie anschließend die Energiegehalte oder die Nährwerte von bis zu zwei Futtersorten eintragen. Einzigartig ist außerdem, dass auch ein Snack bzw. eine Snackkategorie bei der täglichen Futtermenge mit einbezogen werden kann.

Wer direkt loslegen möchte, findet die Futterrechner auf www.ivh-online.de. Einfach das Symbol „IVH-Futterrechner“ rechts auf der Startseite anklicken und die gewünschte Tierart auswählen. Unter „Heimtier-Infos“ gibt es auf der IVH-Internetseite zudem noch viele weitere Tipps zur richtigen Fütterung von Hund und Katze und zum gesunden Körpergewicht. IHV


Online-Seminar „Die normale Welpenentwicklung“

Wie viel Bewegung ist für Welpen wirklich gesund? Sind Gewichtskurven sinnvoll? Und ist Treppensteigen tatsächlich tabu?

Diesen und weiteren spannenden Fragen widmet sich das Online-Seminar „Die normale Welpenentwicklung“ mit Prof. Dr. Dr. h.c. Martin S. Fischer. Auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse vermittelt er verständlich und praxisnah Wissenswertes rund um die gesunde Entwicklung von Welpen. 📅 Datum: 17. Juni 2026 🕡 Uhrzeit: 18:30–20:00 Uhr 💻 Ort: Online-Seminar der VDH Akademie 📌 Anmeldeschluss: 16. Juni 2026 Sie können sich unter folgendem Link anmelden: https://www.vdh.de/ueber-den-vdh/akademie-hundehaltung-hundezucht Nutzen Sie die Gelegenheit, fundiertes Fachwissen aus erster Hand zu erhalten und wertvolle Impulse für die Aufzucht und Begleitung junger Hunde mitzunehmen.


Gemeinsamer Einsatz für die Trainingsarbeit

Gemeinsamer Einsatz für die Trainingsarbeit

Es tut sich was im ehemaligen Hartsteinwerk Förtschendorf! Am heutigen Samstag trafen sich aktive Mitglieder der Harsteinwerk - Working Dog Foundation und der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing, um das gemeinsame genutzte Übungsgelände auf Vordermann zu bringen. Mit viel Elan, Muskelkraft und Teamgeist wurde angepackt, um die Trainingsbedingungen für die Hunde weiter zu verbessern.

Was war los? Die fleißigen Helferinnen und Helfer errichteten unter anderem neue Reifenverstecke sowie Palettenverstecke – ideale Orte für spannende Such- und Versteckübungen, die für Abwechslung und Realitätsnähe im Training sorgen. Zudem wurde ein Lagercontainer fachgerecht bestückt und eingerichtet, um künftig Material und Ausrüstung sauber und griffbereit unterzubringen.

Die Aktion zeigte einmal mehr, wie wertvoll der Austausch und das Miteinander der verschiedener Gruppen sind. Jeder Handgriff saß, die Stimmung war hervorragend, und am Ende konnten alle stolz auf das gemeinschaftlich Geschaffte sein.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die dabei waren – für ihren Einsatz, ihre Zeit und ihre Motivation! So macht die gemeinsame Arbeit Freude. Auf viele spannende Trainingsstunden im aufgewerteten Gelände!