Archiv: Juni 2026

Kurze Nase - wenig Luft!

Kurze Nase - wenig Luft: Qualzucht bei kurzschnäuzigen Hunden bleibt ein Tierschutzproblem

Möpse, Französische Bulldoggen oder Perserkatzen erfreuen sich großer Beliebtheit - ihr rundes Gesicht und die kurze Schnauze gelten als besonders "niedlich". Doch hinter diesen äußeren Merkmalen verbirgt sich ein ernsthaftes Gesundheitsproblem: die stark ausgeprägte sogenannte Kurzköpfigkeit oder Brachyzephalie. Dabei handelt es sich um eine extreme Verkürzung des Schädels, die mit erheblichen gesundheitlichen Folgen einhergeht und die Lebensqualität der Tiere deutlich beeinträchtigen kann.

Betroffene Hunde leiden häufig unter verengten Atemwegen, erschwerter Atmung und eingeschränkter Belastbarkeit. Typische Anzeichen sind lautes Atmen, Schnarchen, schnelle Erschöpfung oder sogar Atemnot in Ruhe. Dennoch werden diese Symptome oftmals als "rassetypisch" wahrgenommen und nicht als Erkrankung erkannt.

Neben Atemproblemen kommt es häufig zu weiteren Problemen, etwa durch Überhitzung, da betroffene Tiere ihre Körpertemperatur schlechter regulieren können. Zusätzlich treten Hautprobleme, Zahnfehlstellungen, Augen- und neurologische Erkrankungen bis hin zu epileptischen Anfällen sowie weitere gesundheitliche Einschränkungen auf. In schweren Fällen kann die Lebenserwartung deutlich verkürzt sein.

Auch Katzen mit extrem kurzer Schnauze, wie Perser oder Exotic Shorthair, sind betroffen. Sie zeigen neben Atemproblemen häufig chronischen Tränenfluss, Augenentzündungen und Hautprobleme im Gesichtsbereich. Die Symptome sind oft weniger offensichtlich als beim Hund, werden jedoch ebenfalls häufig unterschätzt.

Medikamentöse und chirurgische Behandlungen können die Beschwerden teilweise lindern, die zugrunde liegenden zuchtbedingten Probleme jedoch nicht beseitigen. Viele betroffene Tiere benötigen wiederholte Behandlungen oder Operationen. Diese sind mit Risiken und Belastungen für das Tier und teils erheblichen Kosten verbunden. Dennoch erreichen nicht alle Tiere ein beschwerdefreies Leben und bleiben dauerhaft gesundheitlich eingeschränkt.

Neben der Kurzköpfigkeit gibt es außerdem andere genetisch verankerte Merkmale, die zu gesundheitlichen Einschränkungen führen und daher als Qualzucht eingestuft werden. Dazu zählen beispielsweise übermäßige Hautfalten, Haarlosigkeit oder extreme Körperproportionen. Auch bestimmte Fellfarben wie der Merle-Faktor können mit gesundheitlichen Problemen verknüpft sein.

Aus Sicht der Tiergesundheit ist daher klar: Extreme körperliche Merkmale, die zu chronischen Leiden führen, sind tierschutzrelevant und widersprechen dem Grundgedanken einer verantwortungsvollen Tierhaltung.

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Initiativen gestartet, um auf Qualzucht aufmerksam zu machen. Informationskampagnen, Aufklärungsangebote und Datenbanken zu Qualzuchtmerkmalen tragen dazu bei, Wissen zu bündeln und Tierhalter und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Ziel ist ein besseres Bewusstsein für die Auswirkungen extremer Kopf- und Körperformen sowie weiterer kritischer Merkmale und die langfristige Förderung tiergerechter Zuchtpraktiken. Zum Teil haben Zuchtverbände bereits ihre Zuchtziele angepasst, Anpaarungen von Merkmalsträgern (z.B. für bestimmte Farbgene) werden von seriösen Züchtern ausgeschlossen. Auch gibt es Bemühungen über den Zuchtausschluss von Tieren mit besonders ausgeprägten Merkmalen, schrittweise das Rassebild zu verbessern.

Eine nachhaltige Verbesserung kann nur erreicht werden, wenn gesundheitliche Aspekte bei allen Beteiligten stärker in den Fokus rücken. Tierhalterinnen und Tierhalter haben einen entscheidenden Einfluss. Vor der Anschaffung eines Tieres sollte eine umfassende Information über rassetypische Gesundheitsrisiken erfolgen. Die Wahl verantwortungsvoller Zuchtlinien und die Orientierung an gesunden, funktionalen Merkmalen können dazu beitragen, Qualzucht langfristig zu reduzieren.

Die Verringerung der Nachfrage nach Tieren mit zuchtbedingten Gesundheitsproblemen ist ein entscheidender Faktor, das Angebot solcher Tiere langfristig zu senken. Hierzu gehören neben der Aufklärung auch eine zurückhaltende Darstellung der Tiere bestimmter Rassen in Werbung und sozialen Medien. (ots)

Quellenangebe für Bild & Text: Bundesverband für Tiergesundheit e.V.


IRO Mantrailing-Course

Last chance to join our Mantrailing Course in Germany!

Places are still available for three days of intensive training in Bad Wörishofen from 17–19 July 2026.

Whether you are new to mantrailing or looking to develop your skills further, this course offers tailored training for beginner and advanced handler–dog teams alike.

Beginner teams will work on the fundamentals of mantrailing, including trail starts, short trails, turns, and simple intersections. Advanced teams will receive training adapted to their individual level and training goals.

We need a few more teams to join us to make the course possible. Once the minimum number of participants has been reached, the course will go ahead, providing an excellent opportunity for intensive, hands-on training in a supportive learning environment.

📍 Bad Wörishofen, Germany 📆 17–19 July 2026 📧 Register by 5 July at ausbildung@iro-dogs.org

We would love to see you and your dog there!


Futterrechner für Hunde

Aktive Unterstützung der Heimtier-Gesundheit: Die neuen IVH-Futterrechner für Hund

Geschmäcker sind verschieden – nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei unseren Hunden. Geschmack ist aber nicht alles. Um gesund und vital zu bleiben, müssen die Vierbeiner vor allem bedarfsgerecht versorgt werden, also alle Nährstoffe genau in den richtigen Futtermengen erhalten, die sie benötigen. Hinweise zur richtigen Futtermenge findet man auf den Verpackungen des Futters. Möchte man aber mehrere Futtersorten füttern, wird es in der Regel kompliziert und es besteht das Risiko, dass der Hund mit Energie überversorgt wird. Dies kann langfristig zu Übergewicht führen, was zusätzlich die Lebensqualität senkt und außerdem das Risiko für weitere Erkrankungen begünstigt. In Deutschland sind etwa 50 Prozent der Hunde von Übergewicht betroffen. Deshalb stellt der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V. auf seiner Website ab sofort Futterrechner bereit, mit denen HundehalterInnen den Energiebedarf ihrer Tiere schätzen und die richtige Futtermenge ermitteln können, mit dem Ziel, dem Übergewicht vorzubeugen.

„Eine bedarfsgerechte Fütterung ist aktive Gesundheitsfürsorge“, betont IVH-Geschäftsführerin Dr. Katrin Langner. „Hunde und Katzen benötigen, so wie wir Menschen auch, eine bestimmte Menge an Nährstoffen wie Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Vitamine. Alleinfuttermittel sind so konzipiert, dass unsere Heimtiere ausgewogen versorgt werden. Hier ist die Futtermenge ein entscheidender Faktor. Zu viel aber auch zu wenig Futter kann sich negativ auf den Stoffwechsel und das Körpergewicht auswirken. Mit unserem neuen Service möchten wir Hunde- und KatzenhalterInnen dabei unterstützen, ihre Tiere bestmöglich zu versorgen – egal, von welcher Marke sie ihre Futtermittel beziehen.“

Die Futterrechner wurden von TierernährungsexpertInnen aus dem IVH-Mitgliederkreis entwickelt, basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und eignen sich insbesondere für gesunde Hunde und Katzen ab einem Jahr, die sich in einem optimalen Ernährungszustand befinden. Die Nutzung ist ganz einfach: Zur Ermittlung des Energiebedarfes geben HalterInnen das Gewicht und das Alter ihres Tieres ein, bei Hunden zusätzlich das Aktivitätslevel und bei Katzen die Haltungsform. Um die richtige Futtermenge zu ermitteln, können sie anschließend die Energiegehalte oder die Nährwerte von bis zu zwei Futtersorten eintragen. Einzigartig ist außerdem, dass auch ein Snack bzw. eine Snackkategorie bei der täglichen Futtermenge mit einbezogen werden kann.

Wer direkt loslegen möchte, findet die Futterrechner auf www.ivh-online.de. Einfach das Symbol „IVH-Futterrechner“ rechts auf der Startseite anklicken und die gewünschte Tierart auswählen. Unter „Heimtier-Infos“ gibt es auf der IVH-Internetseite zudem noch viele weitere Tipps zur richtigen Fütterung von Hund und Katze und zum gesunden Körpergewicht. IHV


Online-Seminar „Die normale Welpenentwicklung“

Wie viel Bewegung ist für Welpen wirklich gesund? Sind Gewichtskurven sinnvoll? Und ist Treppensteigen tatsächlich tabu?

Diesen und weiteren spannenden Fragen widmet sich das Online-Seminar „Die normale Welpenentwicklung“ mit Prof. Dr. Dr. h.c. Martin S. Fischer. Auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse vermittelt er verständlich und praxisnah Wissenswertes rund um die gesunde Entwicklung von Welpen. 📅 Datum: 17. Juni 2026 🕡 Uhrzeit: 18:30–20:00 Uhr 💻 Ort: Online-Seminar der VDH Akademie 📌 Anmeldeschluss: 16. Juni 2026 Sie können sich unter folgendem Link anmelden: https://www.vdh.de/ueber-den-vdh/akademie-hundehaltung-hundezucht Nutzen Sie die Gelegenheit, fundiertes Fachwissen aus erster Hand zu erhalten und wertvolle Impulse für die Aufzucht und Begleitung junger Hunde mitzunehmen.


Gemeinsamer Einsatz für die Trainingsarbeit

Gemeinsamer Einsatz für die Trainingsarbeit

Es tut sich was im ehemaligen Hartsteinwerk Förtschendorf! Am heutigen Samstag trafen sich aktive Mitglieder der Harsteinwerk - Working Dog Foundation und der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing, um das gemeinsame genutzte Übungsgelände auf Vordermann zu bringen. Mit viel Elan, Muskelkraft und Teamgeist wurde angepackt, um die Trainingsbedingungen für die Hunde weiter zu verbessern.

Was war los? Die fleißigen Helferinnen und Helfer errichteten unter anderem neue Reifenverstecke sowie Palettenverstecke – ideale Orte für spannende Such- und Versteckübungen, die für Abwechslung und Realitätsnähe im Training sorgen. Zudem wurde ein Lagercontainer fachgerecht bestückt und eingerichtet, um künftig Material und Ausrüstung sauber und griffbereit unterzubringen.

Die Aktion zeigte einmal mehr, wie wertvoll der Austausch und das Miteinander der verschiedener Gruppen sind. Jeder Handgriff saß, die Stimmung war hervorragend, und am Ende konnten alle stolz auf das gemeinschaftlich Geschaffte sein.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die dabei waren – für ihren Einsatz, ihre Zeit und ihre Motivation! So macht die gemeinsame Arbeit Freude. Auf viele spannende Trainingsstunden im aufgewerteten Gelände!


Zahnheilkunde

Das häufigste Problem der Tierzahnheilkunde: Parodontalerkrankungen“

mit Dr. Markus Eickhoff, online am 10. Juni 2026 um 18:30-20:00 Uhr

Zahnerkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen bei Hunden – allen voran Parodontalerkrankungen durch Zahnstein & Co. Was oft harmlos beginnt, kann für betroffene Tiere schnell zur echten Belastung werden: Schmerzen, Entzündungen und lang-fristige Schäden sind keine Seltenheit. Die Behandlung ist häufig aufwendig, kostenintensiv und für den Hund mit einer Narkose verbunden. Umso wichtiger ist es, frühzeitig vorzubeugen.

Dr. Markus Eickhoff (Tierarzt & Zahnarzt) zeigt wie Parodontalerkrankungen entstehen, woran Sie sie erkennen – und vor allem, was Sie aktiv für die Zahngesundheit Ihres Hundes tun können. Profitieren Sie von praxisnahen Tipps und erfahren Sie, wie Sie Ihrem Hund unnötiges Leid ersparen können.

Weiterführende Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung zum Vortrag finden Sie unter folgendem Link: https://www.vdh.de/ueber-den-vdh/akademie/